Klarheit ist keine Härte – über Grenzen, Wut und die Angst vor dem Nachgeben
Vor Kurzem hat sich bei mir eine Situation ergeben, die mich noch einmal überlegen hat lassen, ob man meine Grenzen als Härte wahrnehmen könnte und ob ich dagegen etwas tun kann oder ob das einfach „dazu gehört“. Wenn ich mir ansehe wie Grenzen aus Klarheit aufgebaut sind, so glaube ich, dass man sie von außen tatsächlich als „hart“ empfinden kann. Ein „Nein, ich werde heute nicht vorbei kommen“, kann sehr hart wirken – auch wenn es nicht so gemeint ist. Und nein – ein „Sorry“ davor zu setzen, mildert die Grenze nicht ab – auch wenn ich den Impuls verstehen kann. Darum habe ich mich gefragt – was unterscheidet eine…
Rauhnächte – die Zeit zwischen den Jahren: Weniger manifestieren, mehr ankommen
Die Rauhnächte begegnen uns inzwischen überall. Es gibt Bücher, Kurse, Journals und unzählige Begleitungen. Doch was sind die Rauhnächte eigentlich? Woher stammen sie und warum beschäftigen sich Menschen bis heute mit ihnen? Ich möchte dich mitnehmen auf eine kleine Reise durch die Geschichte der Rauhnächte – und darüber sprechen, was wir heute daraus mitnehmen können. Ohne Druck, ohne Selbstoptimierung und ohne zusätzliche To-do-Liste. Sondern als Einladung zu mehr Ruhe, Reflexion und Einkehr. Der Ursprung der Rauhnächte Die Zeit außerhalb der Zeit Eine der bekanntesten Erklärungen für die Entstehung der Rauhnächte liegt im Unterschied zwischen Mond- und Sonnenjahr. Das Mondjahr hatte 354 Tage und das Sonnenjahr 365 Tage. Dadurch blieben 11…
Warum fühle ich mich so schuldig?
Vielleicht kennst du diese Frage. Vielleicht ist sie bei dir aber auch „Warum fühle ich mich wie ein Kind, wenn ich mit meinen Eltern spreche?“ oder „Wieso habe ich das Gefühl, nie gut genug zu sein?“ oder vielleicht auch „Warum mache ich immer alles falsch?“. Eventuell ist es aber auch ein wenig schwerer greifbar: Du entschuldigst dich oft, denkst stundenland über Gespräche nach und überlegst, ob du etwas falsch gemacht hast. Du hast das diffuse Gefühl, dass du die Stimmung verbessern müsstest und selbst wenn jemand sagt „es ist alles in Ordnung“ – fragst du dich, ob du nicht doch schuld bist. All diese Gedanken können aus dem selben Gefühl…
Cinderella und das Dramadreieck – warum wir Opfer, Täter und Retter zugleich sein können
Kennst du das Dramadreieck? Dieses Modell soll dabei helfen gewisse Konfliktdynamiken besser zu greifen. Und ich bin ganz ehrlich .. ich fand das echt cool, als ich es entdeckt habe. Nicht weil es toll ist, das auszuleben – sondern weil es so viel erklärt. Nachdem ich jetzt aber eine Zeit lang damit gearbeitet habe und auch bewusst reflektiert habe … habe ich ein paar Bedenken zu dem, wie es oft erklärt wird. Denn meiner Meinung nach – beziehen wir je nach Perspektive eigentlich alle Positionen gleichzeitig. Was ist das Dramadreieck überhaupt? Ich nehme dich einmal in die grobe Theorie mit. Das Dramadreieck ist ein Modell, dass ein bestimmtes Beziehungsmuster beschreiben…
People Pleasing – Wenn Harmonie wichtiger wird als du selbst
Kennst du das? Du bist in einer Situation, in der jemand etwas von dir will und du sagst „Ja.“ Das ist an sich noch ganz normal. Aber was, wenn du dich gar nicht richtig spürst? Wenn du nicht bewusst Ja sagst, sondern ganz automatisch? Wenn du genau weißt, dass du es eigentlich nicht willst und dich dann trotzdem für den anderen entscheidest? Dann könnte das People Pleasing sein. Nicht, weil es einmal passiert. Sondern weil es immer und immer wieder passiert. Weil du dich eher übergehst, als dass du für dich einstehst. Wenn andere an erster Stelle stehen Wenn du jetzt hier sitzt und denkst „Ich kann aber Nein sagen,…
Was ist eigentlich eine Kakaozeremonie?
Der Begriff „Kakaozeremonie“ taucht zur Zeit immer häufiger auf und ist vor allem in der spirituellen Szene verbreitet. Während einige das feiern, fühlen sich andere eher abgeschreckt. Doch was ist eigentlich eine Kakaozeremonie? Was macht man da und wie wirkt sie? Was ist eine Kakaozeremonie? Eine Kakaozeremonie ist – meiner Meinung nach – nicht zwingend „spirituell“. Es ist in erster Linie ein bewusstes Zusammenkommen in der Gruppe. Als würde man sich mit seinen Freundinnen im Café verabreden, nur mit mehr Ruhe, Präsenz und oft mit einem gemeinsamen Thema. Man trinkt gemeinsam Kakao, vielleicht läuft Musik im Hintergrund und das Ganze wird von einer Person achtsam begleitet. Vielleicht gibt es eine…
Was emotionale Sicherheit wirklich bedeutet
Emotionale Sicherheit ist die Grundlage für Vertrauen, Heilung und echte Beziehungen – und trotzdem fällt es vielen Menschen schwer zu definieren, was Sicherheit eigentlich bedeutet. Wie fühlt man sich sicher? Was ist Sicherheit genau? Wofür braucht man sie und wie verliert man sie eigentlich? Gerade im Bereich Coaching, Mentoring oder Spiritualität wird der Begriff „sicherer Raum“ gerne genutzt. Ich glaube jedoch, dass die Definition, was genau sicher ist, selten gleich ist. Was ist emotionale Sicherheit? Für mich hat Sicherheit vor allem etwas mit Vertrauen zu tun. Aber wie definiert sich wiederum Vertrauen? Vertrauen entsteht, wenn jemand sein Wort hält und verlässlich ist. Wenn jemand (meiner Einschätzung nach) integer, ehrlich und…
Verantwortung endet nicht bei uns selbst
„Mit großer Macht kommt große Verantwortung.“ Ich glaube, diesen Satz hat schon so gut wie jeder einmal gehört. Bisher war ich davon eigentlich überzeugt – bis mir jemand begegnet ist, der das komplett anders sieht. Und heute will ich euch in meine Gedanken dazu mitnehmen. Ich glaube nämlich, dass beide Sichtweisen zu kurz gedacht sind. Je mehr Einfluss ein Mensch hat, desto schwieriger wird die Frage nach Verantwortung. Von Sims und Verantwortung Ich glaube in erster Linie muss klar sein, worum es eigentlich genau geht. Wofür übernehme ich Verantwortung? Mich, meine Familie, meine Freunde, die Welt? Ich denke, es lohnt sich hier einmal genauer hinzusehen – denn in erster Linie…
Bewusste Ruhe
Ich wollte die letzten Tage immer wieder etwas schreiben und habe aber kein Thema gefunden. Die Ideen fühlen sich leer an, der Kopf dreht sich und irgendwie ist da ein Gefühl von „alles steht still“. Mein Körper sagt ganz klar – Ruhe. Früher hätte ich aus Verantwortungsgefühl agiert. Trotzdem gemacht. Trotzdem geschrieben. Und am Ende wäre da Leere gewesen und ein Gefühl von Frust. Heute sitze ich und lasse es. Nicht weil ich nicht kann, sondern weil ich weiß – es ist nur eine Phase. Es geht vorbei. Die To-Dos sind auch morgen noch da und den Tag danach. Es läuft nicht weg und der Druck, den ich spüre, der…
Perfektionismus ist oft nur People Pleasing
Manchmal ist etwas gut und trotzdem fühlt es sich nicht gut genug an. Wir wünschen uns ein großartiges und wunderschönes Ergebnis und vergessen dabei das Wichtigste – den Weg zu genießen. Das Ergebnis ist so kurz da, während der Weg doch den Großteil dessen ausmacht, was wir tun. Und wenn wir ganz ehrlich hinschauen, gibt uns ein perfektes Ergebnis oft gar nicht das zurück, was wir hineingesteckt haben. Der Weg war anstrengend – und am Ende bleibt trotzdem ein Gefühl von „ich bin leer“. Woher kommt das? Die Frage ist also: Warum machen wir das überhaupt? Einer der Gründe, warum wir das tun ist ganz simpel – Angst. Angst vor…






